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“Damit die Blume blühen kann, braucht sie Erde, Wasser und Licht. Der Hund braucht vor allem die Wärme seiner Menschen.”

 

Tierschutzhunde

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Wir möchten aus gegebenem Anlass noch einmal ganz deutlich darauf hinweisen, dass alle unsere Hunde “Tierschutzhunde” sind. Sie sind aus irgendeinem Grund auf der Straße oder im Tierheim gelandet. Fast jeder Tierschutzhund hat die eine oder andere Besonderheit, die eine oder andere Marotte oder das eine oder andere Wehwehchen. Diese besonderen Verhaltensweisen oder gesundheitlichen Gebrechen haben ihre Ursachen immer im Vorleben der Hunde, sie stellen auch ganz bestimmt eine Herausforderung für die neuen Besitzer dar, sie sind aber fast immer mit viel Liebe, Geduld und persönlichem Einsatz in den Griff zu bekommen.
Wenn man sich für einen Hund aus dem Tierschutz entscheidet, dann sollte man sich dieser Tatsache bewusst sein. Wer den perfekten Hund vom ersten Tag an sucht und nicht bereit ist, an und mit seinem neuen Hausgenossen zu arbeiten, wer seinen Tierschutzhund nur dann lieben kann, wenn er keinen optischen, charakterlichen oder gesundheitlichen Makel hat, wer letztendlich nicht bereit ist, auch an sich selbst zu arbeiten, um ein gelassener und souveräner Hundeführer zu sein, der seinem Partner Hund die nötige Sicherheit vermitteln kann, der sollte seine Entscheidung für einen Tierschutzhund besser noch einmal überdenken.
Einen Tierschutzhund nimmt man nicht aus einer Laune heraus bei sich auf, denn für den Hund beginnt an diesem Tag ein neues Leben, der Hund schenkt uns sein ganzes Vertrauen und legt sein weiteres Schicksal in unsere Hände. Jedem, der einen Hund aus dem Tierschutz adoptiert, sollte bewusst sein, dass er damit eine große Verantwortung übernimmt, die man nicht nach einiger Zeit einfach wieder ablegt, wie ein Kleidungsstück, dass einem im Laden gut gefallen hat, aber zuhause vor dem Spiegel dann doch nicht mehr.
Sich einen Hund anzuschaffen sollte eine Entscheidung sein, zu der man ein Hundeleben lang stehen kann. Die meisten Tierschutzhunde haben eine schlimme Vergangenheit und eine falsche Entscheidung und mehrere Besitzerwechsel sind für viele ein weiterer Schock, bedeuten Stress, Angst und schlechtere Vermittlungschancen für die Zukunft. Bitte überlegen Sie sich daher genau, was Sie für einen Hund möchten und ob Sie die Zeit, das Geld und die Geduld haben, sich eines „Second Hand- Hundes“ anzunehmen.

 

Schutzgebühr

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Zum leidigen Thema “Schutzgebühr”

Warum eine Schutzgebühr? Sollen die Tierschützer doch froh sein, wenn man bereit ist, dem Hund überhaupt ein Zuhause zu geben. Diese oder ähnliche Äußerungen hören wir öfter, wenn Interessenten sich nach einem Tier erkundigen und dabei die Höhe der Schutzgebühr erfahren.

Hunde aus dem Tierschutz sind keine Billigware… auch sie haben ihren emotionellen Wert und zudem oftmals Kosten verursacht, die eine tierschutzübliche Schutzgebühr um ein Vielfaches übersteigen. Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis. Sie hat einen symbolischen Wert und deckt meist nicht annähernd die Kosten, die für das Tier entstanden sind.

Oft werden wir gefragt, warum denn ein alter oder kranker Hund genau so viel „kostet“ wie ein junger oder gesunder Hund. Diese Frage beantworten wir gerne: Die jungen und gesunden Hunde, für die weniger Kosten nötig sind, weil sie schneller vermittelt werden können, tragen zwar nach dem Sozialprinzip die alten, kranken oder nur schwer vermittelbaren Hunde bis zu einem gewissen Maße mit, aber gerade die alten und kranken Hunde haben meist schon sehr hohe Kosten verursacht, bevor überhaupt an eine Vermittlung zu denken ist und deshalb ist auch ihre Schutzgebühr unerlässlich für die weitere Arbeit des Vereins.

Bei unseren Schützlingen handelt es sich nicht um eine Ware mit Garantie und Gewährleistung die für einen bestimmten Preis in einem bestimmten Zustand verkauft wird! Jeder Hund, egal ob krank oder gesund, alt oder jung hat für uns den selben Wert als Lebewesen mit einem Anspruch auf ein besseres Dasein. Wir versuchen unser Möglichstes, um jedem Hund, der unsere Hilfe benötigt, diese auch zu geben.

Tierschutz endet nicht dort, wo SIE Ihren idealen Hund gefunden haben! Jede Schutzgebühr ist auch immer ein Solidarbeitrag für andere Vermittlungshunde – denn der nächste Notfall kann erst einmal einige Hundert bis Tausend Euro an Tierarztkosten verursachen, bevor an eine Vermittlung überhaupt zu denken ist. Diese enormen Kosten sind allein aus Spenden nicht zu finanzieren! So hilft das Geld von vermittelten Tieren denen, die noch keine Chance haben, ein neues Zuhause zu finden, weil sie zu alt, verhaltensgestört oder zu krank sind, es hilft denen, die monatelang in den Hundepensionen ausharren müssen, bis sie ihr neues Zuhause finden.

Unsere Arbeit selber erfolgt, wie in jedem gemeinnützigen Verein, ehrenamtlich !!! Aber trotz ehrenamtlicher Helfer und deren Hilfsbereitschaft und Einsatz ist Tierschutz in erster Linie mit hohen Kosten verbunden, die sich von Futter- bis zu Tierarztrechnungen für Impfungen, Bluttests, Kastrationen, Operationen und diversen Behandlungen erstrecken. Auch die Unterbringung in einer Pension und die Verpflegung der Hunde muss bezahlt werden. Bevor ein Hund nach Deutschland ausreisen kann, muss er ein paar Stationen durchlaufen, bevor er „ausreisefähig“ ist.

Tierschutz ist Idealismus, die Kosten für den Tierarzt, die Pflege, die Medikamente und so weiter dagegen sind purer Realismus, der je nach Gesundheitszustand des Hundes schnell das Vielfache der Schutzgebühr übersteigt. Die Schutzgebühr ist also nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber trotzdem ist sie unverzichtbar … finanziell, symbolisch und vor allem auch moralisch.

Die Schutzgebühr dient als Wertschätzung des Hundes und das ist für uns ein ganz wichtiger moralischer Aspekt. Leider ist vielen Menschen das, wofür sie bezahlen müssen, mehr wert, als das, was sie umsonst bekommen. Geschenktes nimmt man oftmals sofort, bei allem was Geld kostet überdenkt man seine Entscheidung vielleicht doch etwas genauer und besser.
Was umsonst ist, wird oft schnell mitgenommen und leider genauso schnell wieder ausrangiert und entsorgt.

Die Schutzgebühr soll deutlich machen, dass der Hund einen materiellen und emotionellen Wert hat. Die Schutzgebühr soll mithelfen, den Hund vor dem Schicksal zu bewahren, das er in vielen Fällen schon einmal erlebt hat. Wer kein Geld für die Schutzgebühr aufbringen will, wird vielleicht später auch keines für Futter und Tierarzt aufbringen wollen.

Die Schutzgebühr dient, wie der Name schon sagt, also in erster Linie dem Schutz der Tiere. Sie ist sicher der geringste Teil der Kosten, über die Sie sich im Klaren seien sollten, wenn Sie sich für die Anschaffung eines Hundes entscheiden.

Denken Sie darüber nach!

 

 Rückblick 2013

Das Jahr 2013 war ein Jahr voller Arbeit, Aufregung, Neuigkeiten und Neuerungen, voller Freude über glückliche Hunde in neuen Familien und voller Kummer über schreckliche Hundeschicksale und Verluste.  Wir haben alles gegeben und oft Erfolg gehabt, aber wir mussten auch Misserfolge und Rückschläge verkraften, ohne an ihnen zu verzweifeln.

Kurz gesagt, 2013 war ein ganz normales Jahr im Tierschutz, für uns ein weiteres Jahr ohne Privatleben und ein weiteres Jahr mit Arbeitstagen, die zu Arbeitsnächten wurden! Aber wir haben es gerne getan und jeder glückliche Hund in einem warmen Zuhause belohnt uns tausendfach für unseren Einsatz!

Das Jahr 2013 hat uns eine neue Homepage gebracht und ein wunderschönes Deutsch-Polnisches Dalmatinertreffen in Milkow, wir haben viele neue Hunde bekommen und mussten viele liebgewonnene Gefährten gehen lassen.

Kira die Erste, die im Tierheim verstarb, weil sie so sehr trauerte, unsere süße alte Seniorin Fara, unsere Lola, die es nicht mehr in ein neues Zuhause geschafft hat, unser Henryk, der noch zum glücklichen Familienhund geworden war, unser blinder und tauber Tymek, der sein ganzes Leid psychisch nicht mehr verkraften konnte, unsere beiden hübschen Mädels Sonia und Dalmi, die viel zu früh ihren schweren Krankheiten erlegen sind, unser alter Jack, der seine Rose dann kurz danach zu sich geholt hat, unser lieber „polnischer Strassenjunge“ Baron, unser blinder Lucas, der so sehr um ein gutes Leben gekämpft hatte und nun doch alles verloren hat, Beas geliebte Dalmioma Sara und natürlich unsere Syrka, um die wir so sehr gekämpft haben und die unsere ganze Liebe und unser ganzes Wollen nicht retten konnte, weil die Leukämie stärker war als wir. Sie alle sind in diesem Jahr über die Regenbogenbrücke gegangen und jeder einzelne von ihnen war für uns ein großer Verlust!

Im Jahr 2013 haben aber auch 43 Hunde in Deutschland und in Polen über uns und über unseren Partnerverein SOS Dalmatynczyki ein neues Zuhause gefunden. 43 Hunde, das bedeutet unzählige Telefonate, hunderte von Emails, jede Menge Vor- und Nachkontrollen und die Planung etlicher Fahrketten.

Ohne unsere lieben Spender, die Paten unserer Nothunde, die unermüdlichen Pflegestellen, die treuen Helfer bei den Fahrketten und bei den Vor- und Nachkontrollen wäre diese hohe Vermittlungszahl nicht möglich gewesen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle allen Helfern, Pflegepapis und – mamis, Spendern und Paten noch einmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen.

Im Namen unserer Nothunde bitten wir Sie alle, uns auch im Jahr 2014 so aktiv bei unserer Arbeit für die polnischen Dalmatiner zu unterstützen. Nur gemeinsam können wir etwas bewegen und diese Welt für die Dalmis ein klein wenig besser machen!

das Team vom Dalmatinerschutz Polen und von SOS-Dalmatynczyki